Das Bienenjahr 2017

Im August beginnt für uns Imker mit der Geburt und Aufzucht der Winterbienen in den Völkern das neue Bienenjahr. Die letzte Honigernte ist eingefahren und die Völker werden „winter-fertig“ gemacht. Zeit für ein Resümee:

Nachdem die Auswinterung Anfang März 2017 in unserer Imkerei als sehr gut eingestuft werden kann, bescherte der warme März den Bienen einen reich gedeckten Tisch: Die Kirsche und das Wildobst (Schlehe, Wildkirsche etc.) blühten und die Bienen konnten sich einen großen Vorrat an Honig anlegen. Diesen brauchten sie auch. Denn der gesamte April war kalt und leider auch trocken. In dem Monat haben die Völker nahezu den ganzen Honig-Vorrat aufgebraucht und sind zu starken Völkern herangewachsen. Soweit war also alles gut.

Allerdings führten die starken Frosttage im April dazu, dass vielerorts die Obstblüte erfroren ist. Sehr viele Obstbauern haben hohe Verluste, teilweise Totalausfall der Ernte. Und die nicht erfrorenen Blüten konnten wegen der andauernden Kälte im April kaum beflogen und bestäubt werden. Im Mai kam dann die Wärme. Für die Rapsblüte war es aber fast zu spät und insgesamt für die restlichen Trachtpflanzen für einen guten Nektarfluss zu trocken, so dass die Bienen im Mai „von der Hand in den Mund“ lebten. Diese Situation betrifft nicht nur den Bonner Raum, sondern – soweit uns bekannt – weite Teile in Deutschland. In unserer Imkerei haben wir daher in 2017 keinen Frühtracht-Honig geerntet. Dies hat Einfluss auf das Honig-Angebot bis zum Mai 2018 !!!

 

Im Juni blühten dann Robinien, Brombeeren und Linden nahezu gleichzeitig, aber es gab wegen der Trockenheit einen geringeren Nektarfluss, also weniger Honig, als in anderen Jahren. Allerdings gab es viele Läuse und die Bienen konnten doch oft „Blatthonig“ erzeugen.

Anfang Juni wurde dann das erste und auch das einzige Mal in 2017 der Honig geerntet. Es gibt also in diesem Jahr einen „Ganzjahres-Misch-Honig“ mit standortspezifischen Unterschieden. Der Honig ist würzig, teilweise malzig durch den Blatthonig-Anteil und dadurch auch eher dunkel. Er spiegelt mit seinem sehr geringen durchschnittlichen Wassergehalt von 16,5% das trockene Jahr wieder und hat daher eine hervorragende Qualität.

Insgesamt ist die Ernte in 2017 deutlich niedriger als in allen Jahren zuvor. Auffällig ist ebenfalls die sehr geringe Neigung zur Vermehrung in 2017: es gab wenige Schwärme.

Ihre Nicole Saturna

Imkerkurse

Einsteiger-Kurs

Seit einigen Jahren bieten wir Kurse zur Einführung in die wesensgemäße Bienenhaltung an. Diese sind für absoluten Imkerlaien als Einstig gedacht.

Gleichzeitig kann die erfolgreiche Teilnahme als Nachweis dienen, um eine der Voraussetzungen zur Zertifizierung der eigenen Imkerei nach den demeter – Richtlinien zu erlangen. Wir weisen aber darauf hin, dass dies dennoch lediglich eine Einführung in eine naturgemäße extensive Bienenhaltung. Also wir vermitteln im Kurs keine anthroposophischen Inhalte.

Die Informationen zum aktuellen Kurs finden Sie hier: Jahresbegleitender Einführungskurs in die wesensgemäße Bienenhaltung 2018 Die Kurse sind jedes Jahr ähnlich in der Struktur und Inhalt. Es ist nur möglich, den Kurs als Ganzes zu buchen, keine Einzeltermine.

Umsteiger-Kurs

Für Imker, die Einblicke in die naturgemäße extensive Bienenhaltung bekommen möchten, bieten wir erstmalig in diesem Jahr einen Umsteiger-Kurs an. Der Kurs wird stattfinden am Sonntag, den 23 September 2018 von (voraussichtlich) 10-17 Uhr und in den Räumen der Freien Waldorfschule Sankt Augustin-Hangelar, Graf-Zeppelin-Strasse 7, 53757 Sankt Augustin. Die Kursinhalte und Anmelde-Formalitäten werden in den nächsten Wochen hier bekannt gegeben und erst danach kann man sich anmelden.

Voraussetzung für diesen Kurs ist, dass Sie schon Erfahrungen in der Imkerei haben oder aber bereits einen Imkerkurs absolviert haben, da wir in dem Kurs aus Zeitgründen auf Grundlagen der Imkerei nicht mehr eingehen können.

 

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